• Zeit für Dankbarkeit

Zeit für Dankbarkeit

02.11.2018

Die Sommerzeit ist wieder zu Ende. Die Uhren haben wir bereits um eine Stunde zurückgestellt. Nach dem schönen und milden Wetter der vergangenen Wochen hätten wir die Zeitumstellung kaum bemerkt, wenn sie nicht im Kalender gestanden hätte. Die Ernten sind eingefahren, und im angebrochenen Herbst finden wir die Erntedankbräuche. Ich meine, gerade in unserem Land haben wir Gründe genug, dankbar zu sein – nicht nur im Herbst. Gleichzeitig habe ich aber auch den Eindruck, dass wir (zu) vieles als selbstverständlich oder gegeben nehmen. Alles, was wir erreicht haben oder noch erreichen werden, setzt nämlich vorangegangenes Engagement voraus.

Die Schweiz rangiert in vielen Bereichen an der Weltspitze. Kurz vor den «Swiss Indoors» in Basel von letzter Woche sagte Roger Federer in einem Interview, dass ihm die Schweiz alles gebe, was er sich wünschen könnte: Sicherheit, Schönheit, nette Menschen, wunderbare Seen und Berge, Flüsse, Wälder. Und er stellte weiter fest, dass es die vielen kleinen Dinge seien, die unser Land so speziell machen. So sei es zum Beispiel beim Öffnen eines Fensters oder beim Aufenthalt im Freien ein herrliches Gefühl, tief durchatmen zu können. Die eindrücklichste Aussage jedoch war (Zitat): «Wow, wir leben hier wie in einer Postkarte.»

Für diese prägnant beschriebene Situation dürfen wir speziell dankbar sein. Wir haben ein solides Fundament, auf dem wir weiter aufbauen können. Diesen über Jahrzehnte hinweg geschaffenen Werten müssen wir Sorge tragen. Und wir müssen sie weiterentwickeln. Dafür braucht es unser Engagement. Denn von nichts kommt bekanntlich nichts. Eine der zentralsten Aufgaben für uns alle ist das aktive Mittun im basisdemokratischen Entscheidungsmodell der Schweiz – das Abstimmen und Wählen. Es ist ein einzigartiges Privileg, das uns hier zusteht. 

Deshalb mein Appell: Bestimmen Sie die Zukunft unseres Landes mit, üben Sie Ihr Stimm- und Wahlrecht aus! Die Völker anderer Länder beneiden uns darum. Dabei meine ich nicht nur die aktive Stellungnahme zu Wohneigentümerthemen, sondern zu allen Abstimmungsfragen. Denn es ist die Gesamtheit aller Entscheide, mit der wir über die Zukunft unseres Landes mitbestimmen. Am 25. November haben wir wieder Gelegenheit dazu – nutzen wir sie!

Ihr Markus Meier, Direktor HEV Schweiz